DAS KONZERT WIRD auf Grund der mit dem Corona-Virus bestehenden Einschränkungen im öffentlichen Leben ABGESAGT!

Sonntag, 26. April 2020, 17 Uhr
Evangelische Kirche Remlingen (Im Winkel)

„Goldberg-Variationen“
von Johann Sebastian Bach (1685-1750)

 

Bachs Goldberg-Variationen in einer Fassung für zwei Bassgamben erscheinen in einem neuen und faszinierenden Licht

Wie es euch gefällt ... Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen für zwei Bassgamben:
Die Goldberg-Variationen (BWV 988) gehören zu den bekanntesten Werken Johann Sebastian Bachs und stellen einen Höhepunkt barocker Variationskunst dar. Ursprünglich für das Cembalo komponiert, kann man sie in der diesjährigen Eröffnung der Asse-Konzerte in einer Fassung für zwei Bassgamben hören.
Die „Clavierübung, bestehend in einer Aria mit verschiedenen Veränderungen“ erschien im Jahr 1742, von Graf Keyserlingk erbeten in der Hoffnung, „dass er dadurch in seinen schlaflosen Nächten ein wenig aufgeheitert werden könnte.“ Spielen sollte sie – aus dem Nebenzimmer heraus – ein erst vierzehnjähriger Virtuose namens Johann Gottlieb Goldberg. Bach kam dem Wunsch des Grafen nach und komponierte eine Reihe von dreißig Variationen über eine Aria. Als Zeugnis barocker Lust an der kunstvollen Veränderung eines musikalischen Themas sind die Goldberg-Variationen damals wie heute Gegenstand meditativer Auseinandersetzung mit den verschlungenen Pfaden des Lebens. In der Bearbeitung für zwei Gamben, die die einzelnen Stimmen des Werkes melodiös auszugestalten wissen, erscheint der Zyklus in einem neuen und faszinierenden Licht.

Silke Strauf und Claas Harders, Viola da gamba


Pressefoto Strauf Harders web

Silke Strauf widmete sich zunächst dem Studium der Geschichte, Germanistik und Musik, bevor sie sich ganz der Musik zuwandte. In der künstlerischen Ausbildung für Viola da gamba, die sie an der Hochschule für Künste in Bremen bei Sarah Cunningham und Hille Perl absolvierte, spezialisierte sie sich auf die Interpretation Alter Musik. Als Solistin und Continuospielerin tritt sie mit verschiedenen Ensembles und Orchestern auf, wie etwa dem Elbipolis Barockorchester Hamburg, dem Telemannischen Collegium Michaelstein und Musica Baltica. Im Jahr 2003 war sie Preisträgerin beim Ensemblewettbewerb Alte Musik-Treff Berlin/Wettbewerb der Stiftung Preußischer Kulturbesitz [ Jury- und Publikumspreis ]. Bei der weltweit ersten und bisher einzigen Bearbeitung und Einspielung der Goldberg-Variationen für zwei Gamben entdeckte sie ihre Leidenschaft für J. S. Bachs musikalische Welt. Auch die Kombination von Musik und Literatur verfolgt Silke Strauf mit besonderem Interesse. (Link zur Webseite von Silke Strauf)

Claas Harders begann das Studium der Viola da gamba an der „Akademie für Alte Musik Bremen“ bei Jaap ter Linden und Sarah Cunningham und setzte es in Frankreich am „Conservatoire National Supérieur de Musique de Lyon“ bei Marianne Muller fort. Nach dem Studium beschäftigte er sich zusätzlich mit der Lira da gamba, auf der er seitdem in vielen Opernproduktionen mitwirkte. Claas Harders konzertiert europaweit mit verschiedenen Kammermusikensembles auf Festivals wie Abu Gosh, Festival d‘Ambronay, Banchetto Musicale, Styriarte, Musikfest Bremen, Thüringer Bachwochen, Göttinger Händel-Festspiele, Schleswig-Holstein-Musik-Festival, Festival Jean de la Fontaine u.a. Er ist Mitglied der Gambenconsorts Orlandoviols und ViolsVoice. Außerdem gibt er Konzerte mit englischer, französischer und deutscher Gambensolomusik sowie eigenen Bearbeitungen der Kompositionen von Marin Marais und Johann Sebastian Bach. (Link zur Webseite von Claas Harders)

Dieses Konzert ist Bestandteil der europaweit stattfindenden Aktionswochen für eine menschenwürdige Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima. Spenden am Ausgang des Konzerts fließen zu 100% der Aktionswoche in der Region Braunschweig zu. Schirmherr: Probst Reinhard Heine. Weitere Infos.

Eintritt frei. Die Asse-Konzerte erhalten keine Gelder aus dem Asse-Fonds.